Biosphärenreservate Schaalsee und Flusslandschaft Elbe


 

Seit der Wiedervereinigung der beiden innerdeutschen Staaten hat die ehemalige Grenzregion zwischen Hamburg und Schwerin Alleinstellungsmerkmale entwickelt, die diese Region einzigartig macht. Voraussetzung und gleichzeitig ein Charaktermerkmal für diese Einzigartigkeit ist die authentische, ländlich geprägte Region mit ihrer vielfältigen Wasserlandschaft. Im Schatten des „Eisernen Vorhang“ hat sich in diesem Naturraum eine Artenvielfalt erhalten und weiter entwickelt, die der Region einen besonderen Wildnis-Charakter verleiht. Damit befindet sich direkt an einem der größten urbanen Ballungszentren Deutschlands ein einzigartiger Raum für Ruhe und Erholung.

Diese Voraussetzungen haben dazu geführt, dass sich in der Region zwei Biosphärenreservate mit internationaler UNESCO Anerkennung etabliert haben.

Die Aktivitäten der Verantwortlichen dieser Großschutzgebiete mit UNESCO Status zielen darauf ab, die Attraktivität der Region in den Bereichen naturnaher Tourismus, Umweltbildung, regionale Wertschöpfung und Klimaschutz zu steigern.

 

Ruheplatz für Reisevögel – das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee

 

Die Gletscher der letzten Eiszeit formten den Schaalsee mit seinen Inseln und Halbinseln, Buchten und ausgedehnten Schilfbereichen. Er bildet das Kernstück des 309 km² großen Biosphärenreservates, das genauso vielseitig und abwechslungsreich wie der See selbst ist. 150 km ausgeschilderte Wander- und Radwege führen durch ein grünes Mosaik aus Wäldern, Mooren und Feuchtwiesen, satten Viehweiden und wogenden Feldern. In Obstbaum- oder mächtigen Eichenalleen, in Kopfweiden und Heckenlandschaften wird die Handschrift des Menschen deutlich. Die zurückhaltende Bewirtschaftung und die ehemalige Grenzlage begünstigten den Erhalt einer großen Vielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt. In einigen ungenutzten Kernbereichen darf heute wieder Wildnis entstehen. Diese Gebiete (etwa 5 % der Biosphärenreservatsfläche) störungsfrei zu halten, ist ebenso Anliegen des Biosphärenreservates wie die naturverträgliche Regionalentwicklung auf dem großen „Rest“ der Fläche. Das Trompeten der Kraniche, das Klappern der Störche und das melancholische Rufen der Rotbauchunken gehören zur Stimmung der Schaalseelandschaft. Wer Ruhe und Naturerleben sucht, wird hier fündig werden. Die wertvolle Naturausstattung findet internationale Anerkennung in der Ausweisung als europäisches Vogelschutzgebiet und als internationales Biosphärenreservat der UNESCO.

 

Im PAHLHUUS in Zarrentin können sich Bewohner und Gäste der Schaalseeregion über die Naturausstattung des Gebietes und über touristische Angebote informieren sowie Wanderkarten und Infomaterialien erwerben. Eine interessante Ausstellung mit Modellen, Exponaten und ungewöhnlichen Einblicken macht Lust darauf, das Biosphärenreservat zu erkunden. Gleich hinter dem PAHLHUUS beginnt der Moorerlebnispfad durch das Zarrentiner Kalkflachmoor. 

Die Ausstellung im PAHLHUUS hat in der Saison von April bis November täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr für Sie geöffnet.

 

Kontakt:

Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe

Wittenburger Chaussee 13

19246 Zarrentin am Schaalsee

Tel.: 038851 3020

Fax: 038851 30220

www.schaalsee.de

poststelle@bra-schelb.mvnet.de

 

 

„Ein Urstromtal in seiner ganzen Breite“

…ist die treffende Umschreibung für den mecklenburgischen Teil des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe.

Erleben Sie unweit der Elbmetropole Hamburg zwischen den kleinen Hafenstädten Boizenburg im Norden und Dömitz im Süden die Weite und Ruhe des unverbauten Elbstroms. Die zahlreichen Nebenflüsse, steilen Elbuferhänge und sandigen Binnendünen der Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern haben zu jeder Jahreszeit ihren besonderen Charme. – insbesondere während des Elbe-Hochwassers, der „5. Jahreszeit“.

Als drittgrößter Strom Mitteleuropas verbinden die rund 1100 Kilometer der Elbe das tschechische Riesengebirge mit der Nordsee. Im Abschnitt der Unteren Mittelelbe zwischen Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein hat sich - verglichen mit anderen großen Strömen - eine für Mitteleuropa einmalige Flussauenlandschaft weitgehend naturnah entwickeln können. Eine solche intakte Flusslandschaft kann nur im Verbund erhalten werden. Deshalb haben sich die fünf Bundesländer Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zusammen getan, um auf über 400 Flusskilometern diese weitläufige Auenlandschaft wirkungsvoll zu schützen, schonend zu nutzen und nachhaltig weiter zu entwickeln.

So entstand das länderübergreifende „Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe“, welches 1997 durch die Weltorganisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) als internationales UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt wurde. Mit über 3.400 Quadratkilometer gehört es zu den größten Schutzgebieten im deutschen Binnenland und zu den größten Biosphärenreservaten in Europa. Der mecklenburgische Teil umfasst 460 Quadratkilometer und erstreckt sich auf einer Länge von ca. 65 km entlang der niedersächsischen Grenze zwischen Boizenburg und Dömitz.

Auf der Festung Dömitz, direkt am rechtseitigen Elbeufer, befindet sich das Infozentrum des UNESCO Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe M-V. Die größte Festung in Mecklenburg beeindruckt mit ihrer fünfeckigen Grundform, den Bastionen, Kasemattengewölben und den 10 Meter hohen Mauern aus Backstein. Im Zeughaus hält die Ausstellung „Mensch und Biosphäre - gestern, heute, morgen“ interessante Einblicke über das globale Netzwerk der Biosphärenreservate bis hin zu den Besonderheiten des Elbetals für Sie bereit. Neu ist die innovative Ausstellung „Im Grunde“ in den sanierten Kasematten der Bastion Greif. „Tiefgründig“ beleuchtet die multimediale Schau unser Lebensfundament und geht dem menschlichen Handeln auf den Grund.

Öffnungszeiten:

1. Mai - 3. Okt.: Di.- Fr. 9 - 17 Uhr, Sa., So. 10 - 18 Uhr

4. - 31. Okt.: Di. - So. 10 - 16:30 Uhr

1. Nov. - Apr.: Di. - So. 12 - 16 Uhr

Kontakt:

Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe

Wittenburger Chaussee 13

19246 Zarrentin am Schaalsee

Tel.: 038851 3020

Fax: 038851 30220

www.elbetal.de

poststelle@bra-schelb.mvnet.de